WRC Rallye Paraguay 2025: Nächstes Reifendrama - Sebastien Ogier führt!

(Motorsport-Total.com) - Die Reifen waren bei der Rallye Paraguay, dem zehnten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2025, auch am Samstagnachmittag entscheidend und haben Kalle Rovanperä (Toyota) die Chance auf den Sieg genommen.
Sebastien Ogier bei der Rallye Paraguay 2025 Zoom
Nachdem der Finne die Premiere des WRC-Laufs in Südamerika über weite Strecken angeführt hatte, erlitt er bei der 14. Wertungsprüfung einen Reifenschaden und fiel von der Spitzenposition auf Rang sechs zurück.
Von Rovanperäs Pech profitierte in erster Linie sein Teamkollege Sebastien Ogier, der die Führung übernahm und mit einem Vorsprung von 10,3 Sekunden vor seinem Landsmann Adrien Fourmaux (Hyundai) in den Schlusstag geht.
"Plattfuß aus dem Nichts" bei RovanperäDritter ist Elfyn Evans (Toyota, +36,6 Sekunden), der den Platz auf dem Podium aber noch nicht sicher hat. Die Hyundai-Fahrer Ott Tänak und Thierry Neuville folgen ihm mit einem Rückstand von nur 2,5 beziehungsweise 7,7 Sekunden. (zu den Ergebnissen)
Rovanperä hingegen wurde zum tragischen Helden. Nachdem er die Rallye seit der siebten Wertungsprüfung angeführt hatte, war er bei WP 14 der nächste Fahrer in einer ganzen Reihe, die durch einen Reifenschaden zurückgeworfen wurden. Etwa in der Mitte der 22,73 Kilometer langen Prüfung "Artigas 2" war der rechte Vorderreifen platt.
"Keine Ahnung. Ein Plattfuß aus dem Nichts", sagte Rovanperä. "Es war kein großer Schlag, also weiß ich es nicht. Wir hätten den Reifen wechseln sollen, aber Jonne [Halttunen, sein Beifahrer] meinte, wir sollten bis zum Ende durchfahren. Das war eindeutig die falsche Entscheidung."
Ogier auf Kurs zum 65. WRC-SiegDurch die Fahrt auf der Felge verlor Rovanperä 2:38 Minuten auf die Bestzeit. Den Samstag beendete er auf Gesamtrang sechs. Angesichts von mehr als eineinhalb Minuten Rückstand auf Rang fünf kann er sich am Schlusstag aus eigener Kraft nicht mehr verbessern.
Top-Favorit auf den Sieg in Paraguay ist nun Ogier, der seinerseits am Freitag durch einen Reifenschaden zurückgeworfen worden war. Der achtmalige Weltmeister hatte am Samstagnachmittag Landsmann Fourmaux in der Gesamtwertung überholt und liegt nun auf Kurs zu seinem 65. WRC-Sieg, mit dem er endgültig im Kampf um den WM-Titel angekommen wäre.
Auch der Führende der WRC2-Wertung verlor am Samstagnachmittag bei der 14. Wertungsprüfung durch einen Reifenschaden seine Siegchance. Nikolai Gryasin (Skoda) verlor durch den Plattfuß mehr als eineinhalb Minuten und fiel auf Rang vier der Klasse zurück.
Vor dem Schlusstag führt in der WRC2 Robert Virves (Skoda) vor Oliver Solberg (Toyota) und Yohan Rossell (Citroen). Die drei sind nur durch 7,2 Sekunden voneinander getrennt, sodass sich der Klassensieg erst am Schlusstag entscheiden wird.
Dann stehen bei der Rallye Paraguay 2025 vier Wertungsprüfungen über insgesamt 80,1 Kilometer auf dem Programm.
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